Spätestens seit 2004 und in besonderer Weise seit 2010 sind Vorwürfe sexuellen Missbrauchs, sexueller Übergriffe und Grenzüberschreitungen gegen Kinder und Jugendliche durch Jesuiten öffentlich bekannt geworden. Die Vorwürfe, die bis in die 40er Jahre zurückreichen und sich in die 2000er Jahre erstrecken, waren oftmals der Ordensleitung bekannt.
Wir erkennen an, dass der Jesuitenorden seiner Aufgabe – dem seelischen und körperlichen Schutz der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen – nicht genügend nachgekommen ist und bedauern dies zutiefst.
Das gilt auch für Erwachsene, denen Unrecht geschah. Gleichzeitig erbitten wir von den Betroffenen Vergebung für das erlittene Unrecht und die Verletzungen, die ihnen zugefügt worden sind, sowie dafür, dass Wegsehen und Weghören um sich gegriffen haben, Berichte oder Hinweise von Betroffenen nicht zur Kenntnis genommen oder die Möglichkeit von sexualisierter Gewalt gegen minderjährige oder erwachsene Schutzbefohlene wider besseres Wissen geleugnet wurden.
Der Jesuitenorden stellt sich seiner fortdauernden Verantwortung, insbesondere was die Prävention und den Umgang mit möglichen Verdachtsfällen heute betrifft. Unser Ziel ist es, Situationen zu schaffen, in denen Versöhnung möglich werden kann.
Als erste von bundesweit drei Jesuitenschulen plant das Bonner Aloisiuskolleg die Einrichtung eines Gedenkortes für Betroffene von Missbrauch.
Die Deutsche Region der Jesuiten ist dem erweiterten Verfahren zur Anerkennung des Leids von Missbrauchsbetroffenen beigetreten. Mit der Teilnahme verpflichten sich die Jesuiten nicht nur der…
Das von P. Hans Zollner SJ geleitete Kinderschutzzentrum wird selbstständiges Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, die damit ihr Engagement im Bereich der Missbrauchsprävention…
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Betroffenenvertreter Matthias Katsch und den Pater Klaus Mertes SJ für ihre Verdienste zur Bekämpfung von Missbrauch an Kindern mit dem…
Der Jesuit Klaus Mertes SJ und der Betroffenenvertreter Matthias Katsch erhalten das Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz bei der Aufarbeitung sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. …
Der katholische Kinderschutzexperte Hans Zollner fordert eine stärkere Beschränkung des Zugangs zu Kinderpornografie im Internet. Dies sei technisch machbar, werde aber von vielen nicht gewollt,…
Wenn über Missbrauch in der Kirche gesprochen wird, geht es immer wieder um Vertuschung. Ein Jahr nach dem Anti-Missbrauchsgipfel in Rom ist die Frage der Verantwortung für Kinderschutz-Experten…
Die Hochschule St. Georgen hat den Fortbildungstag zur Prävention „Sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch – was hat das mit uns zu tun?" veranstaltet. Die Frage, ob es ein Schutzkonzept braucht,…
Vor zehn Jahren wandten sich ehemalige Schüler an Klaus Mertes SJ, damals Rektor des Canisiuskollegs in Berlin. Die Männer waren Jahrzehnte zuvor Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Godehard…
Die Hochschule St. Georgen widmet sich in diesem Wintersemester in ihrer Ringvorlesung dem Thema „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“. Fragen nach den Gründen und ein Blick in die…
Jesuitenpater Klaus Mertes SJ kritisiert die geplante Entschädigung der katholischen Kirche für Opfer von Missbrauch durch Geistliche.
Der Leiter des päpstlichen Kinderschutzzentrums, Pater Hans Zollner SJ, hält die neuen Richtlinien von Papst Franziskus im Kampf gegen sexuellen Missbrauch für ein wirksames Mittel und erläutert die…
Das Magazin „Jesuiten“ erscheint mit Ausgaben für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bitte wählen Sie Ihre Region aus:
×




