Aus unserem Alltag

Lesen Sie hier längere und kürzere Geschichten aus unserem Alltag, verfasst von haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, Unterstützern, Flüchtlingen...

Für mich wurde der JRS gegründet

Mein Name ist Tuân Nguyen und ich bin vietnamesischer Herkunft, jetzt Franzose durch Einbürgerung und Jesuit durch Berufung.
Ich wurde 1968 geboren, mitten im Vietnamkrieg. Vom Moment meiner Geburt an wuchs ich in einem Land auf, das sich im Krieg befand und in dem zwei gegensätzliche, aus dem Westen importierte Ideologien herrschten: der Kommunismus auf der einen Seite und der Kapitalismus auf der anderen. Lesen Sie hier meine Geschichte in französischer und deutscher Sprache

Mit Gottes Hilfe im Schlauchboot übers Mittelmeer

Moussa Kaba flüchtete mit 17 aus Guinea und landete bei den Jesuiten in Essen. Dort startete er in eine neue Zukunft als Bäcker.  „Mit 17 Jahren und sechs Monaten habe ich meine Heimat in Guinea verlassen. Allein. Meine Mutter und die vier Geschwister leben noch dort“, erzählt Moussa Kaba. Seitdem sind gut vier Jahre vergangen. Im Abuna-Frans-Haus in Essen hat der geflüchtete Moslem ein neues Zuhause, aber auch eine Zukunft gefunden: Moussa Kaba hat Deutsch gelernt und die Bäckerlehre beendet. Nun wünscht sich der Geselle eine eigene Familie, um nicht mehr einsam zu sein. Hier seine Geschichte

Für den JRS in Rom

Br. Michael Schöpf SJ ist zum Deputy International Director des Jesuit Refugee Service (JRS) ernannt worden und wird ab 1. Januar 2021 seine neue Aufgabe in Rom beginnen. Er war zehn Jahre lang beim Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Brüssel, davon sechs Jahre als Leiter, ist Vorsitzender des Beirats von MISEREOR, dem Werk für Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Bischofskonferenz, und Mitglied im Beirat des JRS Deutschland. Heute arbeitet er bei Jesuiten Weltweit, dem Werk der deutschen Jesuiten für internationale Solidarität. Wir haben ihm Fragen gestellt

Es ist kalt in Deutschland.

Das Asylsystem funktioniert nur, wenn weiße Deutsche sich dafür einsetzen, dass Geflüchtete ihr Recht bekommen. Mit anderen Worten: Es funktioniert nicht.
Sarah Kohler über das Engagement ihrer Freundin, unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Jana Jergl

Meine Freundin arbeitet in der Abschiebehaft. Wobei es „arbeiten“ nicht trifft. Sie ist Ehrenamtliche bei Amnesty International und beim Jesuiten Flüchtlingsdienst und versucht zu helfen, wo sie kann. Lesen Sie weiter

SOLWODI ist die von Sr. Dr. Lea Ackermann gegründete Frauenrechts- und Hilfsorganisation, die sich um Opfer von Frauenhandel / Zwangsprostitution, Betroffene von Zwangsverheiratung / Ehrverfolgung und anderen besonderen Notsituationen kümmert. Rita Hieble berichtet aus ihrer Arbeit.

Lesen Sie hier die Geschichte von Mary

Sr. Regina Stallbaumer ist Seelsorgerin in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Sie ist selbst in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie in Eisenhüttenstadt für Geflüchtete da.

Auf dem Hof der Erstaufnahmeeinrichtung begegne ich Frau K. Glücklicherweise sprechen wir beide Französisch und kommen ein wenig ins Gespräch. Frau K. fasst Vertrauen. Eine Woche später sehen wir uns wieder. Frau K. erzählt von ihrer schweren Immunerkrankung und wie sie in die Hände von Menschenhändlern geraten ist, es dann aber doch geschafft hat, zu fliehen. Weiter

Seit 2017 leben Pater Lutz Müller SJ und Pater Ludger Hillebrand SJ in Essen mit Geflüchteten zusammen.

Wir bilden einen gemeinsamen Haushalt. Organisation, Reinigung, Einkauf, Wäsche, Alltag: das alles machen wir miteinander. Die Geflüchteten haben jeweils ein Einzelzimmer. Unser Haus, ein ehemaliges Pfarrhaus, hat eine geräumige Wohn-Ess-Küche, in der sich das Leben des Hauses zentral ereignet: Kochen und Essen müssen alle! Die derzeit acht Männer stammen aus vielen Ländern: Syrien, Libanon, Guinea, Somalia, kleiner und großer Kongo. Weiter

Wann ist ein Christ ein Christ?

Gibt es in der Islamischen Republik Iran Menschen, die sich zum Christentum bekehren? Natürlich. Auch im Iran gibt es Bibeln, die unter der Hand verteilt werden, viele Menschen sind vom intoleranten Mullah-Regime abgestoßen. Kommt dann noch eine existenzielle Krise dazu, dann „spricht Jesus“ auch im Iran „direkt zu mir“.

Lesen Sie hier die Geschichte von Ali

Vier Jahre lang hat Schwester Maria Stadler MC ehrenamtlich beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Bayern mitgearbeitet. Jede Woche ist sie mit Bruder Dieter Müller SJ in bayerische Abschiebungshaftanstalten gefahren, zuletzt nach Eichstätt. Aus beruflichen Gründen gibt sie ihr Ehrenamt auf. Es begleiten sie viele Erfahrungen und unser Dank. In diesem Beitrag schaut sie zurück auf einige Erlebnisse in der Abschiebungshaft.

Auf einmal verändert sich die Atmosphäre in der Halle der Eichstätter Abschiebungshaft. Spürbar. Die Gesichter der Männer leuchten auf, ein Lachen geht durch den Raum, Klatschen und Jubel. Weiter

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