Unser Auftrag

Jesuiten stehen an Brennpunkten menschlicher Not, politisch-wirtschaftlicher Ungerechtigkeit und gesellschaftlicher Konflikte. Dementsprechend formuliert der Orden in seinen Grundsatzdokumenten: „Der Auftrag der Gesellschaft Jesu heute besteht im Dienst am Glauben, zu dem der Einsatz für die Gerechtigkeit notwendig hinzugehört, denn sie zielt auf die Versöhnung der Menschen untereinander, die ihrerseits von der Versöhnung der Menschen mit Gott gefordert ist.“ (32. Generalversammlung der Jesuiten 1975)

Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst engagiert sich seit 1995 in Deutschland für Abschiebungshäftlinge und Menschen mit unsicherem oder ohne Aufenthaltsstatus. Wir leisten Seelsorge und Rechtsberatung in der Abschiebungshaft (in Eichstätt und Erding) und in Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende (in Eisenhüttenstadt, Wünsdorf, München). In Berlin bieten wir Härtefallberatung und Verfahrensberatung bei Aufenthaltsproblemen an. In Bayern beraten und unterstützen wir Gemeinden und Ordensgemeinschaften in allen Fragen rund ums Kirchenasyl. Wir geben geflüchteten Menschen in der Öffentlichkeit eine Stimme und nehmen Stellung zu Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik. 

In München – im sogenannten Frans van der Lugt Projekt – begleiten und beraten MitarbeiterInnen des JRS, unterstützt von Ehrenamtlichen, die Bewohner und Bewohnerinnen einer Gemeinschaftsunterkunft  in allen sozialen und rechtlichen Fragen.

Im Abuna-Frans-Haus in Essen leben zwei Jesuiten zusammen mit geflüchteten Männern in einer Wohngemeinschaft. Das Angebot des Mitwohnens gilt für eine Übergangszeit, bis eine eigene Wohnung gefunden ist.

Der JRS ist Mitglied im Forum Abschiebebeobachtung am Flughafen Berlin sowie im Katholischen Forum „Leben in der Illegalität“, das sich für die sozialen Rechte von Menschen ohne Aufenthaltsstatus einsetzt.

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