• © SJ-Bild (2014) / Christian Ender
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Pater Karl Treser SJ in Berlin verstorben

Im Peter Faber Haus der Berliner Jesuiten war er mit fast 97 Jahren der Älteste – am Samstag ist Pater Karl Treser SJ verstorben.

Geboren ist er am 18. Dezember 1923 im Trierer Ortsteil Oberkirch (Zewen). Als 17-jähriger wurde er zur Wehrmacht eingezogen und gelangte für zwei Jahre in französische Kriegsgefangenschaft. Seine Schulzeit schloss er 1951 in Büren im Internat ab, das damals von den Jesuiten geführt wurde. Darauf trat er ins Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Nach den ordensüblichen Studien in Pullach und Frankfurt-Sankt Georgen wurde er 1959 zum Priester geweiht.

In seiner Geburtsstadt Trier war er von 1961 bis 1965 in der vom Jesuitenorden im Mergener Hof und in der MJC geprägten Jugendarbeit tätig. Danach wechselte er nach Lübeck und koordinierte in ganz Schleswig-Holstein die Jugendarbeit, später war die Erwachsenenseelsorge sein Arbeitsschwerpunkt. 1977 zog er nach Hamburg in die Jesuitenresidenz am Schlump. Er war mehr als 15 Jahre lang Präses der Katholischen Arbeitnehmerschaft und Seelsorger bei Schwestern. Der Bischof von Osnabrück beauftragte ihn 1978 mit der Gemeindekatechese in Hamburg und Schleswig-Holstein. Von 1981 an übernahm er verschiedene Aufgaben in der Jesuitenkommunität an der Hamburger Sankt-Ansgar-Schule. Auch als die Jesuiten die Schule 1993 abgaben, blieb P. Treser dort in der Bürgerweide wohnen. 2003 zog er wieder in die Residenz beim Schlump und 2006 mit der Jesuitenkommunität an den Kleinen Michel und übernahm in dieser Zeit seelsorgliche Aufgaben in verschiedenen Hamburger Gemeinden.

Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er 2017 in das Altenheim der Jesuiten nach Berlin-Kladow. Dort konnte er im letzten Jahr am Ignatiusfest noch sein 60. Priesterjubiläum feiern. Anfang Oktober musste er nach einem Sturz für einige Tage ins Krankenhaus. Danach kehrte er wieder in seine Kommunität zurück. Am Samstagnachmittag ist er ruhig hinübergegangen. Ein lieber und humorvoller Mensch weniger unter uns, ein lieber und humorvoller Mensch mehr unter den himmlischen Freunden.

R.I.P.

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