Zu den Menschen kommen, nahbar sein, mitten im Leben stehen: Beim Zürcher Bistumstag lebte Kirche, was sie predigt, und machte die Bahnhofshalle des Zürcher Hauptbahnhofs zu einem Ort des Glaubens. Darüber hinaus präsentierten kirchliche Akteure aus Zürich und Glarus ihre Arbeit. Mit dabei: die von Jesuiten geleitete Hochschulgemeinde aki Zürich.
„Gott lässt sich suchen – und auch finden – in der umtriebigsten Bahnhofshalle, während Lautsprecher-Durchsagen die Abfahrtszeiten angeben, Leute ihr Gepäck suchen oder durch den Bahnhof rennen, um ihren Zug zu erreichen“, sagt P. Mathias Werfeli SJ zum Bistumstag in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs. Über 4.000 Menschen kamen dafür am Sonntag, 31. Mai, zusammen – „als feiernde, glaubende und dienende Gemeinschaft“.
In der Bahnhofshalle präsentierten kirchliche Akteure ihr Engagement an etwa 30 Ständen: von Einrichtungen der Jugend- und Gefängnisseelsorge über das Hilfswerk Caritas Zürich bis hin zur Schweizergarde. Mit dabei war das aki Zürich, eine katholische Hochschulgemeinde, vertreten mit Pater Werfeli und P. Franz-Xaver Hiestand SJ. Die beiden Jesuiten waren auch im Organisationskomitee des Bistumstags aktiv, Pater Werfeli als dessen Präsident.
Als Kirche nah bei den Menschen sein
„Es war ein schöner Erfolg, dass so viele Menschen in die Bahnhofshalle gekommen sind und miteinander gefeiert haben“, sagt Pater Werfeli zur überraschend großen Besucherzahl. Es kamen so viele Gläubige, dass sogar die Hostien ausgingen. Für Pater Werfeli war die Eucharistiefeier etwas Besonderes, weil „wir mit dem Gottesdienst diesen Moment des Innehaltens und des Betens hatten, während gleichzeitig um uns herum der Bahnhofsbetrieb weiterlief“.
Neben den Informationsständen, der Messe und Musik stand beim Bistumstag auch eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kirche mit dem Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain auf dem Programm, auf dessen Initiative der Bistumstag zurückgeht. „Wir organisieren in der Kirche nicht Veranstaltungen, damit die Leute zu uns kommen. Wir sollten dorthin gehen, wo sie sind. Und mittendrin mit ihnen alles teilen“, sagte Bischof Bonnemain. Ein Teilnehmer des Bistumstags formulierte es so: „Sich an einem so zentralen Ort nicht zu schämen, katholisch zu sein.“




