„Mit dem Priestertum bekommt die Aufgabe, die frohe Botschaft in die Welt zu bringen, einen öffentlich sichtbaren Charakter. Ich hoffe, dass es mir gelingt, etwas dazu beitragen zu können, dass das Evangelium einen Platz und eine Stimme in der Welt hat“, sagt Manfred Grimm SJ. Der Bibelvers aus dem Philipperhymnus, den er sich als Weihespruch ausgesucht hat, bringe für ihn etwas ganz Entscheidendes auf den Punkt: „Wir glauben nicht an einen Gott, von dem wir nicht wüssten, wer er ist. In Christus kann man erkennen, wie Gott ist“, erklärt Manfred Grimm SJ. „Wenn wir uns als Jesuiten auf die Fahnen schreiben, alles zur größeren Ehre Gottes zu tun, ist es wichtig, daran zu denken, dass die Ehre Gottes der Christus des Philipperhymnus ist.“
Als Priester für andere da sein und ihnen Raum geben
Den Weg zu den Jesuiten hat Manfred Grimm SJ nach einer Ausbildung zum Drucker und über das Spätberufenenseminar St. Matthias in Wolfratshausen gefunden. Im April empfing er in Paris die Diakonenweihe, wo er Theologie studiert hat. Mit der Priesterweihe trete er nun in eine andere Rolle ein, wie der Weihekandidat sagt: „Das Neue liegt daran, mit einem kirchlichen Mandat öffentlich zu sprechen und zu handeln. Das Priestertum hat für mich vor allem die Aufgabe, die Kirche, in der Christus gegenwärtig ist, zu repräsentieren – und zwar sowohl nach innen, also der Gemeinde gegenüber, als auch nach außen.“
Wie gelingt es heute, als Priester für andere da zu sein? Manfred Grimm SJ möchte „sich mit größtmöglichem Vertrauen und viel Offenheit und Geduld auf die Menschen einlassen und ihnen Raum geben.“ In den kommenden Jahren wird er sich in dieser neuen Aufgabe üben können, denn er wird als Kaplan in einer Pfarrgemeinde in Wien arbeiten.
Den Lebenslauf von Manfred Grimm SJ finden Sie hier