• Moussa Kaba (21) beim Brotbacken in der WG-Küche. Foto: Asgard Dierichs
  • Den Garten mit den prächtigen Sonnenblumen hinter dem alten Pfarrhaus in Essen-Frohnhausen nutzen die Bewohner gern. Foto: Asgard Dierichs
  • Sein rotes Fahrrad nutzt Moussa Kaba gern für kurze Touren in die Stadt. Als Lehrling ist er damit auch zur Backstube gefahren. Foto: Asgard Dierichs
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Mit Gottes Hilfe im Schlauchboot

Essen - „Mit 17 Jahren und sechs Monaten habe ich meine Heimat in Guinea verlassen. Allein. Meine Mutter und die vier Geschwister leben noch dort“, erzählt Moussa Kaba. Seitdem sind gut vier Jahre vergangen. Im Abuna-Frans-Haus in Essen hat der geflüchtete Moslem ein neues Zuhause, aber auch eine Zukunft gefunden: Moussa Kaba hat Deutsch gelernt und die Bäckerlehre beendet. Nun wünscht sich der Geselle eine eigene Familie, um nicht mehr einsam zu sein.

Am 15. Juni 2016 landet Moussa Kaba in Deutschland. Über Karlsruhe und Heidelberg kommt der junge Guineer unter dramatischen Umständen ins Ruhrgebiet. „In meiner Heimat hatte ich keine Perspektive“, erzählt er beim Besuch an der Frohnhauser Straße. Die Essener Ordensniederlassung wird von der Deutschen Provinz der Jesuiten in München getragen. Dass er nach einer Odyssee von Afrika nach Europa gelangte und in der Wohngemeinschaft mit den Patres Lutz Müller SJ und Ludger Hillebrand SJ landete, betrachtet er als großes Geschenk. „Gott hilft überall“, sagt der ernste junge Mann. Seit ein paar Wochen ist er Bäcker. Was gewesen ist, will er vergessen. Nur nach vorn schauen, in eine hoffentlich glückliche Zukunft. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben in Deutschland und dankbar für alle Hilfe!“ In der WG-Küche möchte er zeigen, was er kann. Wir backen Baguette und Schnittbrötchen. 

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