Ein neues Verständnis von Nachbarschaft: Im Ludwigshafener Westen wächst mit der vom Jesuitenorden geförderten Heinrich-Pesch-Siedlung ein Quartier, das Menschen verbindet. Mit dem Spatenstich für die ersten Wohnungen wird die Vision für eine neue Art des Wohnens nun weiter konkret.
Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum – und wie gelingt das zugleich klimabewusst, zukunftsfähig und gemeinschaftsstiftend? Die Heinrich-Pesch-Siedlung im Ludwigshafener Westen zeigt, wie die Antwort auf Fragen wie diese aussehen kann. Das innovative Bauprojekt steht für bezahlbares, generationengerechtes und ökologisch verantwortungsvolles Wohnen – getragen von christlich-sozialen Werten. Rund 2.000 Menschen sollen in der Siedlung ein Zuhause finden, die nun in die nächste Bauphase geht: Der Spatenstich für die ersten 47 Wohnungen ist erfolgt.
„Heute legen wir nicht nur den Grundstein für ein Gebäude, sondern für ein neues Miteinander in Ludwigshafen“, sagt Ernst Merkel, der zusammen mit Thorsten Will als Geschäftsführer der Heinrich-Pesch-Siedlung GmbH & Co. KG eingesetzt ist. Dazu zähle auch, dass die Siedlung sozial durchmischt ist. So richten sich die Wohnungen, die nun entstehen, an Menschen mit Wohnberechtigungsschein. Sie befinden sich in zwei Gebäuden, haben insgesamt eine Wohnfläche von rund 3.400 Quadratmetern und bieten Raum für ein bis vier Personen.
Ein Gemeinschaftsprojekt
Die Umsetzung dieser 47 Wohnungen geschieht durch die Unternehmensgruppe Sahle Wohnen, die dafür ein Investitionsvolumen von 13,1 Millionen Euro in die Hand nimmt. Unterstützt wird das Projekt durch das Land Rheinland-Pfalz mit einem Förderdarlehen. „Wir liefern den Boden – die Umsetzung gelingt durch starke Partner. Genau darin liegt die Kraft dieses Projekts: Verantwortung wird geteilt, damit ein Ort entstehen kann, der Zukunft trägt“, sagt P. Johann Spermann SJ. Er begleitet die Heinrich-Pesch-Siedlung seit der ersten Idee für diese Wohninitiative, die vom Heinrich Pesch Haus, der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten und der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Ludwigshafen getragen wird.
Lebensraum für Familien
Neben dem Bau dieser Wohnungen sollen in der Siedlung auch Einfamilienhäuser entstehen, die der Karlsruher Projektentwickler und Bauträger Weisenburger Projekt GmbH realisieren wird. Anfang des Jahres wurden dafür die Verträge unterzeichnet. Insgesamt wird Weisenburger rund 60 Einfamilienhäuser bauen, den Start machen noch in diesem Jahr 22 Reihenhäuser am westlichen Rand der Siedlung. „Mit dem Bau der Eigenheime wird der für die Heinrich-Pesch-Siedlung grundsätzlich angestrebte Mix aus Wohnungen für alle Einkommensschichten umgesetzt“, sagt Thorsten Will. Denn laut Ernst Merkel engagieren sich Eigentümer erfahrungsgemäß mehr.
Das Besondere: Die Häuser werden in Teilerbbaurecht vergeben. Käufer erwerben somit das Haus, zahlen jedoch keinen klassischen Grundstückskaufpreis, sondern einen Erbbauzins. Dadurch reduzieren sich die Einstiegskosten deutlich, sodass insbesondere Familien der Zugang zu Wohneigentum erleichtert wird.
„Wir sind überzeugt: Hier entsteht ein Stück Zukunft des Wohnens“, sagen die Geschäftsführer der Siedlung. „Ein lebendiges, urbanes Dorf für rund 2.000 Menschen, das weit über die Region hinaus Vorbildcharakter hat.“
Mehr zum Projekt auf der Webseite der Heinrich-Pesch-Siedlung




