• P. Camillo Ripamonti SJ © SJ-Bild/news.gesuiti.it
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JRS fordert legale Einwanderung in EU

Rom (KNA/r) - Nach den jüngsten tödlichen Bootsunfällen mit Migranten vor der Küste Griechenlands und Libyens fordert der italienische Jesuiten-Flüchtlingsdienst, das "Centro Astalli" in Rom, erneut legale Zugangswege in die EU. Die Mitgliedstaaten und überstaatliche Einrichtungen sollten dringend entsprechende Maßnahmen ergreifen, heißt es in einer am Sonntag verbreiteten Erklärung. Der Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, der Jesuitenpater Camillo Ripamonti SJ, erklärte: "Das, was nur wenige Schritte von unserem Zuhause entfernt passiert, kann uns nicht egal sein. Wir lösen dies nur, wenn wir uns für Frieden in der Welt einsetzen, indem wir eine internationale Politik der Aufnahme, der Solidarität, der Achtung der Menschenwürde und der Freiheit umsetzen."

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der griechischen Insel Paxos waren in der Nacht zu Samstag mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. 21 Personen konnten lebend geborgen werden. Am Donnerstag und Freitag hatte ein Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch vor der maltesischen Küste insgesamt 119 Bootsflüchtlinge retten können, an Unterkühlung und Seekrankheit die litten. Die Hilfsorganisation, die nun auf einen sicheren Hafen für die Überlebenden wartet, warf der Europäischen Union Untätigkeit vor. Laut Schätzungen der UNO-Flüchtlingshilfe sind in den vergangenen fünf Jahren etwa 15.000 Menschen bei der Überfahrt über das Mittelmeer gestorben oder verschollen. Allein 2019 seien mehr als 1.100 Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer ertrunken oder würden vermisst, hatte die Organisation im Dezember bilanziert. Zuletzt kam es zu Unglücken in libyschen Gewässern sowie in der Ägäis.

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