• Wissenschaftsminister Sibler im Gespräch mit dem Hochschulpräsidenten Wallacher. © SJ-Bild/Christoph Sachs
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Hochschule für Philosophie auf Online-Lehre umgestellt

München (stmwk) - Die Hochschule für Philosophie (HFPH) hat die Lehre im Sommersemester 2020 erfolgreich in die digitale Welt verlegt. Der Betrieb klappt reibungslos, Studentinnen und Studenten aller Altersgruppen haben das vollständig digitale Lehrangebot sehr gut aufgenommen. Rund 90 Prozent der ursprünglich geplanten Vorlesungen, Seminare und Übungen finden online statt. Seit mittlerweile rund neun Wochen tauschen sich Dozentinnen und Dozenten und Studentinnen und Studenten bei digitalen wöchentlichen Fragestunden, Live-Sessions und in Chats aus. Darüber hinaus setzt die HFPH auf zwei weitere Säulen: auf die Vor- und Nachbereitung systematischer und philosophiegeschichtlicher Fragestellungen im Selbststudium mithilfe digital zur Verfügung gestellter Ressourcen und auf die Lehre und Interaktion auf dem digitalen Campus.

Worin der Schlüssel für die erfolgreiche kurzfristige Einführung des digitalen Semesters liegt und welche Voraussetzungen für digitale Lehre bereits vor der Corona-Pandemie gegeben waren, darüber tauschte sich Wissenschaftsminister Bernd Sibler gestern bei seinem Besuch vor Ort mit dem Präsidenten der HFPH Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher aus. Von dem großen Engagement aller Beteiligten, digitale Formate weiterzuentwickeln und neue zu konzipieren, war der Minister begeistert: „Das digitale Semester an der Hochschule für Philosophie München läuft auf Hochtouren! Dank der Bereitschaft, sich schnell und flexibel auf die neuen Voraussetzungen einzulassen, und den vielfältigen und durchdachten Online-Angeboten ist gewährleistet, dass die Studentinnen und Studenten auch unter den außergewöhnlichen Umständen dieses Sommersemesters erfolgreich an ihrem Lernfortschritt weiterarbeiten können. Die Hochschule bietet vielseitige Angebote, damit auch dieses Semester ein gutes wird!“ Der Präsident der HFPH Prof. Dr. Dr. Wallacher erklärte: „Auch wenn die Philosophie vom Dialog und gerade an unserer Hochschule besonders auch von der persönlichen Begegnung lebt, können wir dank des großen Engagements aller Beteiligten auch in Corona-Zeiten sehr gute Studienbedingungen mit einem engen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden gewährleisten. Das bestätigen die positiven Rückmeldungen vieler Studierender. Zudem ermutigen sie uns, auch zukünftig unser Präsenzangebot durch digitale Formate zu ergänzen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt wieder auf den persönlichen Austausch mit unseren Studierenden bei uns in der Kaulbachstraße.“

Um eine intensive Kommunikation auch ohne Präsenzlehre zu gewährleisten, wurde an der HFPH rasch eine wöchentliche Video-Konferenz zum Austausch zwischen den Lehrenden eingerichtet. Im vertrauensvollen und regelmäßigen Dialog zwischen Hochschulleitung und Studierendenvertretung wird immer wieder auch die große Offenheit der Studierendenschaft für die besonderen Maßnahmen im aktuellen Semester sichtbar. Wesentlich zum Erfolg des digitalen Semesters tragen insbesondere auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IT bei, die mit großem Engagement sehr kurzfristig die technischen Möglichkeiten für den digitalen Lehrbetrieb erweitert und teils neu geschaffen haben.

Den Grundstein für digitale Lehre hat die HFPH schon lange vor Corona gelegt. In den letzten Jahren hat sie den Großteil der digitalen philosophischen Angebote der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) mitentwickelt und vermittelt so auch Studentinnen und Studenten anderer bayerischer Universitäten und Hochschulen philosophische Kompetenzen. Zudem profitiert die HFPH vom intensiven Austausch mit dem Netzwerk der rund 200 Jesuitenuniversitäten auf europäischer und internationaler Ebene zu Themen der Online-Lehre. Auf diese Weise entwickelt die HFPH bereits seit Jahren E-Learning-Kurse mit hohem pädagogischem Anspruch für das Netzwerk Jesuit Worldwide Learning (JWL). Auch bayerische Universitäten können diese Kurse aktuell für ihre eigene digitale Lehre einsetzen. So hat etwa die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt in diesem Sommersemester den von der HFPH entwickelten Kurs „Humans and the Environment“ in ihr Programm aufgenommen.

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