„Auch 2026 bieten spirituelle Zentren unter der Leitung des Jesuitenordens ein vielfältiges Programm. In der Tradition des Jesuitenordens sprechen wir meist von Exerzitien und meinen damit eine Zusammenstellung verschiedener Übungen, die sich bewährt haben, um Menschen in der Stille zur Begegnung mit Gott und damit zur Vertiefung des eigenen Lebens hinzuführen:
Bei Ignatianischen Exerzitien meditieren die Teilnehmenden mit biblischen Texten, bei Kontemplativen Exerzitien wird geübt, ganz in Stille und Achtsamkeit zu sitzen. Elemente, die in vielen Exerzitienkursen vorkommen, sind außerdem durchgängiges Schweigen, Wahrnehmungsübungen in der Natur sowie Leibübungen wie Yoga oder Qi-Gong. Solche Exerzitienkurse dauern meist sechs bis acht Tage, es gibt aber auch kürzere Formate. Für diejenigen, die erst einmal in Exerzitien ‚hineinschnuppern‘ wollen, gibt es in manchen Häusern Einführungskurse.
Dabei ist uns Jesuiten und unseren Mitarbeitenden eines besonders wichtig: Wir leiten diese Übungen nicht nur an, sondern begleiten auch diejenigen, die sich auf diese Übungswege machen. Denn in der Stille herrscht nicht automatisch Ruhe und Besinnung oder Langeweile, sondern es zeigt sich alles, was auch sonst im trubeligen Alltag da ist. Es tut dann gut, jemanden an seiner Seite zu haben, der oder die im Gespräch zuhört und da ist. Seien Sie uns herzlich willkommen!“
P. Sebastian Maly SJ
Leiter des Exerzitien-Bereichs im Kardinal König Haus, Wien