• Sibylle Geffke, P. Fabian Retschke SJ, Loraine Blumenthal
  • Gespannte Kino-Atmosphäre im Gemeindesaal
  • Josef Lackmann, Loraine Blumenthal, P. Fabian Retschke SJ,
  • Auch im Anschluss wurden Fragen beantwortet.
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Ein Filmabend, der unter die Haut geht

Am 19. Mai 2026 lud der JRS zum Filmabend in den Gemeindesaal von St. Canisius in Berlin-Charlottenburg ein – und der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ehrenamtliche, Geflüchtete und Interessierte kamen zusammen, um den mehrfach prämierten Dokumentarfilm „Im Osten was Neues" von Regisseurin Loraine Blumenthal zu sehen. Für Popcorn und Getränke war gesorgt – der Abend hatte von Anfang an eine besondere Atmosphäre.

Der Film

Thomas Eichstädt, genannt „Eichi", trainiert heute eine Fußballmannschaft geflüchteter Männer im vorpommerschen Torgelow. In seiner Jugend war er Teil der rechtsextremen Szene. Während er mit seiner Vergangenheit ringt, kämpfen seine Spieler neben dem Platz um ihre Zukunft in Deutschland. In knapp 90 Minuten erzählt der Film mal mit Humor, mal mit tiefer Ernsthaftigkeit von Menschen, die Brücken bauen – und von Freundschaften, die den Abpfiff überdauern. Manche Zuschauer waren sichtlich bewegt.

Das Podiumsgespräch

Nach dem Film moderierte P. Fabian Retschke SJ ein lebhaftes Gespräch mit Regisseurin Loraine Blumenthal und weiteren Gästen. Das Publikum war neugierig: Wie war es, diesen Film zu drehen? Wie geht es den Protagonisten heute? Loraine Blumenthal gab persönliche Einblicke in die Dreharbeiten und berichtete, wie sich das Leben der Menschen im Film seitdem weiterentwickelt hat.

Besonders eindrucksvoll war der Beitrag von Josef Lackmann, der seinen Bundesfreiwilligendienst beim JRS geleistet hat und selbst leidenschaftlicher Fußballspieler ist. Er machte deutlich, was die Diskussion des Abends auf den Punkt brachte: Integration gelingt nicht durch Programme auf dem Papier, sondern durch direkten Kontakt – über ein gemeinsames Interesse. Auf dem Fußballplatz braucht es keine langen Worte.

Ein Zeichen der Solidarität

Der Abend endete mit einer spontanen Geste: Das Publikum sammelte Spenden zur Unterstützung des Fußballvereins. Loraine Blumenthal wird das Geld persönlich überbringen – eine kleine, aber bedeutsame Fortsetzung des Abends über Berlin hinaus.

„Im Osten was Neues" ist mehr als ein Film über Fußball. Er ist ein Porträt über Wandel, Begegnung und die Kraft, die entsteht, wenn Menschen aufeinander zugehen. Dieser Abend in St. Canisius hat das spürbar gemacht.

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