• P. Jan Korditschke SJ
  • Natalia (re.) und Ashok (li.) beim Lesen der Fürbitten in der Kathedrale
  • Der syrische Cellist Athil Hamdan bereicherte den Gottesdienst mit seiner Musik.
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„Auch nur eines von diesen Kindern“

Gottesdienst zum Welttag der Migranten und Flüchtlinge

Mit einer Heiligen Messe in der St. Hedwigs-Kathedrale hat das Erzbistum Berlin am Sonntag, 27. September 2026, den 112. Welttag der Migranten und Flüchtlinge begangen. Den Gottesdienst feierte der Flüchtlingsseelsorger des Erzbistums, P. Jan Korditschke SJ. Im Mittelpunkt standen Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Deutschland fliehen mussten.

Papst Leo XIV. hat seine diesjährige Botschaft unter das Wort „Auch nur eines von diesen Kindern“ (Mt 18,10) gestellt. Er lenkt den Blick auf die Jüngsten unter den Geflüchteten, die, wie schon Papst Franziskus sagte, dreifach schutzlos sind: weil sie Kinder sind, weil sie fremd sind und weil sie fern der Heimat und getrennt von ihrer Familie leben. Auch in Berlin, Brandenburg und Vorpommern leben junge Menschen, die allein angekommen sind. Im Gottesdienst wurde deutlich, dass hinter Zahlen immer Personen mit Namen, Geschichte und unantastbarer Würde stehen.

Musikalisch gestalteten den Gottesdienst der syrische Cellist Athil Hamdan und Domorganist Marcel Ober. Die Fürbitten trug unter anderem Natalia aus der Ukraine vor. So wurde in der Feier selbst sichtbar, was der Welttag meint, denn Menschen, die Flucht und Neuanfang aus eigener Erfahrung kennen, gestalteten die Liturgie mit.

Die Predigt ermutigte dazu, nicht bei Unbehagen stehen zu bleiben. Das Evangelium des Sonntags (Mt 21,28–32) erinnere daran, dass es aufs Handeln ankomme, und schon kleine Schritte zählten: einem Jugendlichen beim Deutschlernen helfen, einen Behördenbrief erklären, ein Praktikum anbieten oder einfach jemanden mit Namen grüßen. Der Gottesdienst machte deutlich, dass Integration mit dem Blick füreinander beginnt.

Lesen Sie hier die ganze Predigt von P. Jan Korditschke SJ

 

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